Der Chor der Deutschen Schule feiert sein 60-jähriges Bestehen mit einem Opernkonzert im Palacio de Bellas Artes

Der Chor der Deutschen Schule Alexander von Humboldt ist eines der angesehensten Musikensembles Mexikos. 1957 gegründet, feiert er in diesem Jahr 60 Jahre Erfolgsgeschichte. Sein erster großer Auftritt fand 1957 im Palacio de Bellas Artes statt, der bedeutendsten Kulturstätte Mexikos. An diesem Ort wiederholte der Chor am 2. Dezember 2017 die Geschichte und feierte sein 60-jähriges Bestehen mit einem Opernkonzert, begleitet vom Orquesta Sinfónica de Minería unter der Leitung des namhaften deutschen Dirigenten Carlos Spierer.

Der Chor der Deutschen Schule wurde von Josefina Álvarez Ierena gegründet, die als erste Mexikanerin in Deutschland den Titel einer Orchester- und Chorleiterin erhielt. Ferner wurde ihr 1965 von der Bundesregierung das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, die höchste Auszeichnung des deutschen Staates, verliehen. Josefina Álvarez Ierena, Absolventin der Deutschen Schule und der Nationalen Musikhochschule der UNAM, leitete den Chor über 55 Jahre lang bis an ihr Lebensende.

Drei Jahre nach ihrem Tod hält der Chor die hohe Qualität, die er sich während sechs Jahrzehnten mit Konzerten auf vielen Bühnen Mexikos und seit 1963 bei Tourneen durch über 35 Länder erworben hat. An ihm sind mehr als 60 Schülerjahrgänge beteiligt – von Absolventen des Jahres 1964 bis hin zum jüngsten Mitglied, das derzeit die vierte Grundschulklasse besucht.

Mit seinen 150 Mitgliedern gab der Chor am 2. Dezember eines seiner besten Konzerte. Es handelte sich um eine großartige Gemeinschaftsleistung nach spezifischer Vorbereitungsarbeit von Katharina Velisek, Musiklehrerin der Sekundaria und Preparatoria des Campus Süd, die auch die Schüler dieses Campus vorbereitete; Jessica Giesemann, die ebenfalls mit dem Erwachsenenchor gearbeitet hatte und außerdem als Solistin an einem der Stücke des Konzerts mitwirkte, sowie Natalia Karpova, Betzabé Juárez und Paulina Correo mit den Kinderchören des Campus Süd, West beziehungsweise Nord.

„Das gewählte Programm ist ein Klassiker“, äußerte J. Eugenio Castañeda, Präsident des Vorstands der Deutschen Schule, und fügte hinzu: „Es enthielt, unter vielen anderen, Stücke aus ‚Carmen‘ von Georges Bizet, aus ‚Macbeth‘ und ‚La Traviata‘ von Giuseppe Verdi und aus ‚Tannhäuser‘ von Richard Wagner.“

„Wir hatten die Ehre, als Gastdirigenten Carlos Spierer aus Deutschland zu haben, dazu das Orquesta Sinfónica de Minería. Ein Konzert, das definitiv ein Meilenstein in der Geschichte der Schule ist“, schloss Birgit Schwarz, Vizepräsidentin des Schulvorstands, Campus Nord.

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